230.000 Jahre altes Alligatorenskelett in Thailand entdeckt

230.000 Jahre altes Alligatorenskelett in Thailand entdeckt

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230.000 Jahre altes Alligatorenskelett in Thailand entdeckt

Im Nordosten Thailands wurden versteinerte Überreste einer ausgestorbenen Alligatorart namens Alligator munensis entdeckt.

Die Forschungsergebnisse zum Alligator munensis, auch bekannt als Mun-Fluss-Alligator, wurden der Öffentlichkeit am Mittwoch, dem 18. Oktober, auf einer Pressekonferenz im Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt vorgestellt.

Diese bemerkenswerten Fossilien wurden 2005 im Bezirk Non Sung der Provinz Nakhon Ratchasima, etwa 300 Kilometer nordöstlich von Bangkok, ausgegraben.

Ein Forscherteam untersuchte den Fischteich Non Sung, den Fundort, fand jedoch nur Knochenfragmente, die für eine Analyse ungeeignet waren.

Bei der genauen Untersuchung eines fast vollständigen Fossils eines Alligatorschädels machte das Team eine erstaunliche Entdeckung: Sie waren auf eine bis dahin unbekannte Alligatorart gestoßen.

230.000 Jahre altes Alligatorenskelett in Thailand entdeckt

Schädel des Alligator munensis. Foto: Khaosod English

Der Schädel des Alligator munensis war fast intakt und etwa 2 Meter tief in sandigem Sediment vergraben.

Ein internationales Forschungsteam, darunter Experten der Universität Tübingen in Deutschland, arbeitete mit der Abteilung für Mineralressourcen und der Chulalongkorn-Universität zusammen, um den versteinerten Schädel, die Kiefer und verschiedene andere Elemente dieses prähistorischen Lebewesens sorgfältig zu untersuchen.

Diese neue Art, von der angenommen wird, dass sie spätestens im Mittelpleistozän vor etwa 230.000 Jahren existierte, wurde zu Ehren des Flusses Mun, der in der Nähe der Fundstelle fließt, offiziell Alligator munensis genannt.

Der Mun-Fluss-Alligator zeichnet sich durch eine breitere und kürzere Schnauze, einen höheren Schädel und weiter hinten an der Schnauzenspitze liegende Nasenlöcher aus.

230.000 Jahre altes Alligatorenskelett in Thailand entdeckt

Rekonstruktion des Alligator munensis von Márton Szabó.

Die Zahnbläschen sind größer und weniger zahlreich, was auf eine Anpassung an das Zermahlen von Süßwasserkrebsen und -weichtieren hindeutet.

Anhand der Schädelgröße schätzten die Forscher, dass die Mun-Fluss-Alligatoren eine Länge von 1 bis 2 Metern erreichten.

Diese Entdeckung ist umso interessanter, da es weltweit nur zwei Alligatorarten gibt: den Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis) und den China-Alligator (Alligator sinensis).

Die Schädelmerkmale des Mun-Fluss-Alligators weisen eine auffallende Ähnlichkeit mit denen des China-Alligators auf, was auf einen gemeinsamen Vorfahren im Jangtse- und Mekong-Chaophraya-Becken hindeutet.

Geomorphologische Veränderungen, die wahrscheinlich auf die Hebung des tibetischen Plateaus zurückzuführen waren, führten dazu, dass sich diese ursprüngliche Art in zwei unterschiedliche Populationen aufspaltete. Klimaschwankungen führten schließlich zum Aussterben des Mun-Fluss-Alligators.

Siehe auch:

Entdeckung einer neuen Art von Klapperschlangen in Thailand

Une nouvelle espèce de mygale avec des pattes bleues découverte en Thaïlande

Ein neuer neornithischischer Dinosaurier in Thailand entdeckt


Quelle: The Thaiger

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